Eventdramaturgie – Teil 2: Emotionale Geschichten mit allen Sinnen erleben

Eventdramaturgie – Teil 2: Emotionale Geschichten mit allen Sinnen erleben

Sie haben den roten Faden in der Hand: Nur mit einer ausgearbeiteten Eventdramaturgie erreichen Sie die Ziele Ihrer Veranstaltung und machen so Gastgeber und Gäste glücklich. Wichtig ist dafür neben dem zeitlichen Spannungsbogen auch die inhaltliche Inszenierung. Erfahren Sie im folgenden Beitrag, wie Sie Ihr Motto mit allen Sinnen erlebbar machen und so die Aufmerksamkeit Ihrer Teilnehmer gezielt lenken.

Eine Story, die im Gedächtnis bleibt

Im ersten Beitrag zur Eventdramaturgie haben wir zunächst betrachtet, wozu sie dient, wie sie definiert wird und welche Rolle der zeitliche Ablauf spielt. Die zweite Dimension ist die inhaltliche Inszenierung, die den Handlungsablauf mit Leben füllt. Dafür gilt es, Ihre Botschaft in einer Geschichte zu verpacken, die Sie über den Verlauf Ihrer Veranstaltung hinweg erzählen. Denn eine Story, die berührt und zum Beispiel Gänsehaut oder Lachen auslöst, weckt die entscheidenden Emotionen, die sich dem Gehirn und dem Körpergedächtnis nachhaltig einprägen.

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Die dramaturgische Geschichte sollte natürlich eng an die Ziele Ihres Events geknüpft sein. In Teil 1 hatten wir bereits aufgezeigt, dass das Motto erst nach den Definitionen von Zielen und Zielgruppe entwickelt werden kann. Seien Sie dabei kein Einzelkämpfer: Nutzen Sie Brainstormings zur Ideenfindung und machen Sie sich verschiedene Einflüsse und Vorstellungen zum Beispiel von Kollegen zu Nutze. So erhalten Sie nicht nur einen reichhaltigen Pool an Ideen, sondern wahrscheinlich auch die ein oder andere unerwartete Perspektive.

Eventdramaturgie mit allen Sinnen erleben

Freude, Überraschung, Kummer, Zorn, … Es gibt zahlreiche Emotionen, die ein Event bei den Teilnehmern hervorrufen kann. In den meisten Fällen möchte man wahrscheinlich positive Gefühle wecken. Doch je nach Ziel der Veranstaltung können zum Beispiel auch Betroffenheit und Mitgefühl angesprochen werden. Um Ihre Geschichte wirklich erlebbar zu machen, sollten Sie das ganze Spektrum der multisensualen Reizdarbietung ausnutzen.

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Nahe liegen zuerst immer Sehen und Hören. Wie sind Ambiente und Dekoration des Raumes gestaltet? Achten Sie dabei auf ein passendes, harmonisches Farbmotto und planen Sie die Ausgestaltung mit Licht. Darüber lassen sich besonders schöne Effekte erzielen. Für die Akustik spielt natürlich zuerst die Musikauswahl eine große Rolle: Live oder aus der Konserve? Wann untermalt sie nur und wann wird sie zum Programmpunkt? Welche Genres passen zum Motto? Darüber hinaus haben auch die Raumakustik, Audiotechnik und die eingesetzten Stimmen zum Beispiel eines Moderators entscheidende Einflüsse auf die Wahrnehmung.

Wohlfühlen und mitfühlen

Der Geschmackssinn kommt in erster Linie beim Catering zum Einsatz. Gutes Essen muss nicht zwingend teuer sein. Aber überlegen Sie auch hier, wie Sie Ihre Geschichte fortführen und Ihre Gäste überraschen können. Denken Sie über den Tellerrand hinaus und machen Sie Ihre Gastronomie zu einem Erlebnis. Der Geruchssinn kommt hier ebenfalls zum Einsatz, kann aber auch an weiteren Punkten angesprochen werden. Ein recht neuer Trend ist dabei die gezielte Aromatisierung von Messen und Events für eine frischere, angenehme Atmosphäre und einen angenehmen Duft. Vorbild sind zum Beispiel Unternehmen der Bekleidungsindustrie, die in jedem Laden ihren typischen Duft versprühen.

Schließlich kommt der Teilnehmer auch an mehreren Stellen mit dem Event im wahrsten Sinne des Wortes „in Berührung“. Der Tastsinn kann zum Beispiel über eine besondere Haptik der Einladungskarte herausgefordert werden (vgl. Einladungsmanagement Teil 1) oder ist bei der Entgegennahme von Präsenten von Bedeutung. Auch eine angemessene Temperatur der Location ist wichtig. Selbst die Oberfläche von Geschirr und Tischwäsche kann sich angenehm oder auch unangenehm anfühlen und dadurch die Gesamtwahrnehmung prägen.

Infografik: Events erleben mit allen Sinnen

Große Wirkung auch mit kleinem Budget

Bei Veranstaltungen in unseren Locations unterstützen wir Sie gern bei der Konzeptentwicklung. Für umfangreichere Events lohnt sich zudem die Überlegung, eine Eventagentur mit einzubeziehen. Doch lassen Sie sich nicht abschrecken: Inszenierung hört sich schnell nach großer Show und viel Aufwand an. Tatsächlich aber spielen die Veranstaltungsgröße und das Budget für eine gute Dramaturgie kaum eine Rolle. Auch mit einfachen Mitteln lassen sich mitreißende und Gänsehaut-Momente erzeugen.

Wichtig ist, dass die Veranstaltungsdramaturgie nicht erst beginnt, wenn der Teilnehmer die Location betritt und auch nach dem Verlassen des letzten Gastes noch nicht endet. Sie erstreckt sich von der Planung bis zur Abrechnung. Je mehr Punkte den roten Faden bilden, desto stimmiger wird das Event. Gestalten Sie bereits das „Save the Date“ bzw. die Einladung passend zum Motto und nutzen Sie sie, um weitere Neugier zu wecken. Auch nach Abschluss der eigentlichen Veranstaltung kann die Story über kleine Präsente zum Mitnehmen, Follow-up-Mailings oder die Nachberichterstattung noch weiterwirken.

Von |2018-10-30T13:01:08+00:0027. März 2018|Event|0 Kommentare

Über den Autor:

Julia Fischer
Julia ist bei der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH für den Vertrieb der Tagungen, Kongresse & Firmenveranstaltungen verantwortlich.
E-Mail: j.fischer@c3-chemnitz.de | Telefon: +49 (0)371 4508-640

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